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Dudelsack-Drehleier-Unterricht Alex Zwingmann

Strydegor - Enraged

Mit „Enraged“ liefern Strydegor ihr drittes Album ab und machen dort weiter, wo sie mit „In the Shadow of Remembrance“ aufgehört haben. Feinster Melodeath trifft hier auf nordische Mythen.

Das Album beginnt ganz episch mit einem Intro, das teilweise an Frosttide oder Wintersun erinnert, doch gleich der erste Song haut einem die Riffs nur so um die Ohren. Final Judgement liefert das, was der Hörer erwartet. Leider jedoch auch nicht mehr, es ist einfach ein solider Song, auf dem der Rest des Albums gut aufbauen kann.

Der nachfolgende Titelsong handelt von der Weltenschlange Jörmungandr und bringt die Power des Albums rein, lässt jedoch auch nicht die Härte vermissen und ist sicher vor allem live ein guter Song zum Moshen.

Track Nummer vier auf der Scheibe schimpft sich Zuarina und beginnt ganz ruhig mit einem Akustikteil, der jedoch nach exakt 87 Sekunden von schnellen Gitarren abgelöst wird. Es werden mehre verschiedene Riffs abgeliefert, die alle gut zueinander passen und den Song zu einem der abwechslungsreichsten des Albums machen. Fast perfekt, wird er nur von dem nachfolgenden Destiny übertroffen, der im übrigen mein persönlicher Lieblingssong auf diesem Werk ist. 

Mit „Grogaldr“ bekommt man als nächstes einen Song zu hören, der sich von den anderen grundlegend unterscheidet. Es bleibt fast durchgehend bei Akustikgitarren und einem dezenten Schlagzeug, lediglich das letzte fünftel wird elektrisch und etwas fixer begleitet. Das alles wird begleitet von der einzigen durchgehenden Clean-Stimme der Platte. Insgesamt ein interessantes Stück, dass mich selbst allerdings an keiner Stelle überwältigt.

Im Anschluss geht es gleich weiter mit „Rise of Hel“. Hier wird es wieder brachialer und schneller. Die Strophen hämmern einem entgegen, während der Chorus melodischer und ein wenig ruhiger erscheint; das ist hier jedoch ganz und gar nicht negativ zu verstehen.

Throughout the Darkness“ ist mit fast 8 Minuten der längste, wirkt jedoch an keiner Stelle zu lang, sondern setzt auf viele verschiedene Stile. So bekommt man zusätzlich zu den schnellen Parts noch ruhige, clean gesungene Akustik-Parts. Dieser Song ist definitiv empfehlenswert, gerade für Leute, die einen guten Querschnitt durch die verschiedenen Stile der Band bekommen wollen.

Zu guter Letzt gibt es den einzigen deutschsprachigen Track der Platte. „Meereswut“ setzt ebenfalls auf kleinere Akustik-Parts und baut insgesamt die beste Atmosphäre auf. Ein gelungenes Outro zu einem tollen Album.

Fazit: Strydegor liefern hier ein solides Album ab und bringen auch viel Abwechslungsreichtum hinein. Gerade Fans von Obscurity oder Black Messiah sollten auch hier mal einen Blick riskieren. Dem Album fehlt allerdings das geringe gewisse Etwas, daher ist es auch nur solide und nicht überragend. Es reicht jedoch für 4 von 5 wohlverdienten Punkten.

Wertung:    

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