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In Flames - Siren Charms

Und hier eine weitere Review von mir, in der es um das neue Album „Siren Charms“ der schwedischen, gemeinhin dem Melodic Death Metal zugeordneten Band In Flames geht, welches ab dem 5. 9. 2014 in den Läden zum Verkauf steht. Zuvor möchte ich anmerken, dass ich In Flames zwar natürlich kenne, „Siren Charms“ aber das erste vollständige Album der Band ist, das ich gehört habe. Aber irgendwo muss man ja anfangen und vielleicht ist es, gerade bei In Flames, wo unter Fans der Konflikt zwischen altem und neuem Stil nicht ausbleibt, nicht schlecht, dass ich die Musik daher unvoreingenommen bewerten kann. Dementsprechend behandle ich „Siren Charms“ als ein eigenständiges Album und nicht im Zusammenhang des bisherigen Schaffens der Band.

 

Der Opener „In plain View“ beginnt mit einem düsteren Intro mit Electro – Einschlag. Dieses mündet in schnelle, drückende Riffs, bis schließlich der cleane Gesang einsetzt und Strophen sowie einen eingängigen Refrain vorträgt, wobei sich nach und nach auch gutturaler Gesang dazu gesellt. Ich höre immer wieder, dass In Flames früher viel besser gewesen sein sollen. Ich bin nicht geeignet dies zu beurteilen, daher kann ich nur dies dazu sagen: Wenn In Flames anno 2014 so klingen, wie auf diesem rundum gelungenen Opener, kann ich mich durchaus damit anfreunden. In eine ähnliche Richtung geht der zweite Song „Everything's gone“. Erneut dominiert Geschwindigkeit und cleaner und gutturaler Gesang wechseln sich ab. Gefällt mir persönlich insgesamt noch ein bisschen besser als der erste Song.

 

 

Und so bleibt es über die Albumlänge auch konstant bei qualitativ hochwertigen Songs, die ihre eigenen Wiedererkennungsmerkmale aufweisen. Besonders erwähnenswert erscheinen mir unter anderem „When the World explodes“, auf dem auch mal der gutturale Gesang stärker in den Vordergrund rücken darf und im markanten Refrain durch eine Frauenstimme abgelöst wird. „Rusted Nail“ ist ja schon im Vorab als Single bekannt gegeben worden und dies war sicher keine schlechte Entscheidung, stellt es doch einen Song dar, der schnell ist, ebenso auch mal das Tempo herausnimmt  und einen hohen Wiedererkennungswert durch den eingängigen Refrain besitzt. Für mich auf jeden Fall ein weiteres Highlight auf dem Album. Einen schwachen Song findet man wie gesagt ohnehin nicht, auch wenn man nicht zu jedem Lied sofort Zugang findet sind sie alle hörenswert und bilden ein rundum sehr gelungenes Album.

 

Wer In Flames seit ihrer musikalischen Neuausrichtung abgeschrieben hat, wird mit „Siren Charms“ wohl nicht glücklich werden. Wer dem allerdings offener gegenüber steht findet ein wirklich tolles Album mit großartigen Songs vor. Wie schon gesagt war es für mich das erste Album der Band, das ich komplett gehört habe. Ich persönlich bin mit „Siren Charms“ jedenfalls sehr zufrieden und kann das Album daher allen, die dem heutigen Stil von In Flames etwas abgewinnen können, vollstes empfehlen.

 

Anspieltipps: Rusted Nail

                      When the World explodes

                      In plain View

                      Everything's gone

                      Paralyzed

Wertung:     

 

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