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In Extremo - Quid Pro Quo

Seit 21 Jahren stehen die Vorreiter des Mittelalter-Rock nun schon auf der Bühne, überzeugten Kritiker, revolutionierten die Musikszene und gewinnen quasi stündlich neue Fan-Herzen. Die sieben Musiker aus Berlin (Das Letzte Einhorn, Van Lange, Die Lutter, Dr. Pymonte, Flex der Biegsame, Yellow Pfeiffer und Specki T.D) veröffentlichen am 24.06.2016 bei Vertigo / Universal Music mit „Quid Pro Quo“ ihr inzwischen 12. Studioalbum.

Ich durfte vorab für euch reinhören.

 

Hier die Tracklist:

  1. Störtebeker

  2. Roter Stern

  3. Quid Pro Quo

  4. Piske Palve

  5. Lieb Vaterland, magst ruhig sein

  6. Flaschenteufel

  7. Dacw' Nghariad

  8. Moonshiner

  9. Glück auf Erden

  10. Schwarzer Rabe

  11. Sternhagelvoll

  12. Wenn das Licht angeht - Bonus Track

  13. Palästinalied 2 - Bonus Track

  14. Quid Pro Quo / Akustik Version – Bonus Track

  15. Siehst du das Licht – Schifffahrt 2015 – Live

  16. Lebensbeichte – Schifffahrt 2015 – Live

  17. Nur ihr allein – Schifffahrt 2015 – Live

  18. In diesem Licht – Schifffahrt 2015 – Live

  19. Frei zu sein – Schifffahrt 2015 – Live

  20. Küss mich – Schifffahrt 2015 – Live

  21. Gaukler – Schifffahrt 2015 – Live

  22. Feuertaufe – Schifffahrt 2015 – Live

 

Der Opener „Störtebeker“ ist ein krachender Revoluzzer-Song, der sofort ins Ohr geht und den die Band als erste Single ihrer neuen Scheibe aus erkohren hat. In dem Lied geht es um den Robin Hood der Meere, um den legendären Piraten Klaus Störtebeker. Das Lied ist gewohnt rockig und macht Lust auf den Rest der Scheibe. Ein Seefahrerlied mit ordentlich Wumms und Ohrwurmgarantie.

In „Roter Stern“ wird die Liebe der Band zu Russland deutlich. Zur musikalischen Unterstützung haben sich In Extremo hier neben Blind Guardian- Frontman Hansi Kürsch den Moskauer Kosaken-Chor mit ins Boot geholt. Das Lied ist ein Liebeslied an das Land der Matroschka und des Vodkas Es wird auf deutsch gesungen und geht stellenweise in Richtung Metal.

Weiter geht es mit „Quid Pro Quo“. Der Songtitel heißt übersetzt „Geben und nehmen“. Die Botschaft des Liedes ist klar: Heutzutage geht es immer mehr ums Nehmen als ums Geben, jeder ist nur auf sich fixiert und wie es In Extremo so schön formulieren „Man fragt sich, ob die alle noch richtig ticken.“ . Natürlich gibt es auch ein kleines Augenzwinkern „Nutten für Geld... Ein Narr wem's nicht gefällt.“). Das Lied kommt im klassischen Mittelalter-Rock-Gewand daher. E-Gitarren dominieren, aber Dudelsäcken dürfen natürlich nicht fehlen.

Bei „Piske Palve“ handelt es sich um eine sehr folkige Mittelalternummer. „Back to the roots“ lautet hier die Überschrift. Da macht das Herz eines jeden Mittelalterfans wahre Freudensprünge. Das Lied ist eine Mischung aus dem Donnergebet und dem Heiducken Tanz, kombiniert mit einem sehr alten estländischen Text und vielen mittelalterlichen Instrumenten. Frontman Micha Rhein brilliert hier wieder einmal mit seiner unverwechselbaren Stimme. Die krachenden E-Gitarren der vorherigen Stücke haben hier Sendepause.

„Lieb Vaterland, magst ruhig sein“ beginnt sehr sehnsüchtig und flötenlastig. Eine epische Rockballade in der es darum geht, dass ein junger Mann in die Welt hinaus zieht um für sein Vaterland, welches er so liebt zu kämpfen und wenn es sein muss zu sterben. Das Outro rockt noch einmal alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist so richtig durch. Mitsingen und Tränchen verdrücken ist hier angesagt!

Der „Flaschenteufel“ erklingt sehr metallastig und ist gespickt mit orientalischen Klängen. Dem Lied verleihen Marcus „Molle“ Bischoff und Alexander „Ali“ Dietz von der Band Heaven Shall Burn einen ganz eigenen Sound und eine düstere Stimmung.

„Dacw' Nghariad“ klingt zu Beginn wie die Musik zum Einzug eines römischen Zenturio. Sehr erhaben und tragend bis dann die krachenden Gitarren einsetzen und das ganze in eine Metal-Hymne übergeht. Auch hier besinnen sich In Ex auf ihre Wurzeln und haben gekonnt Dudelsäcke, Schalmeien und eine Harfe in die Musik eingeflochten.

Weiter geht es mir „Moonshiner“. Das Lied singt Frontman Micha Rhein auf deutsch. Es ist eine rockige Folkballade, die von einem Wanderer auf Reisen erzählt. Das Lied ist eine Hommage an den Mondschein und an den Whiskey, erzählt von Freiheit und Sehnsucht.

„Glück auf Erden“ klingt nach einem typischen Mittelaltermarktlied. Dudelsäcke und Schalmeien läuten den Song ein und werden dann um E-Gitarren und Drums ergänzt. Abtanzen und mitsingen ist hier Pflicht! „Gib die Hoffnung niemals auf, es wird schon werden! Die Dinge nehmen ihren Lauf. Es wird schon werden. Du bist mein Glück auf Erden. Für dich kämpf ich wie ein Tier. Du alleine sollst es erben. Und darum knie ich vor dir.“

„Schwarzer Rabe“ ist eine Sage und wird auf russisch gesungen. Begleitet wird die Band auch hier vom Moskauer Kosaken-Chor.

„Sternhagelvoll“ ist ein sehr folkiges Trinklied, welches einfach gute Laune macht. Schunkelallarm und schön mitgrölen! Wenn das mal kein Evergreen wird.

Die Band hat sich zu dem Lied ein geniales Video einfallen lassen, in dem der Zuschauer die Kameraperspektive um 360 Grad drehen kann.

 

Hier der Link:

„Sternhagelvoll (Official 360 Grad Video):

 

 

Das Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht. Nun geht es weiter mit den Bonustracks:

„Wenn das Licht angeht“ geht noch einmal richtig ab. Metalfans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

„Palästinalied 2“ klingt wie ein klassisches Mittelaltermarkt-Lied. Dudelsäcke und Schalmeien dominieren hier und werden durch Trommeln ergänzt. Micha's Stimme kommt hier beim Refrain besonders gut zur Geltung. Eine epische Hymne wie sie im Buche steht.

In der Akustik Version von „Quid Pro Quo“ steht der Text im Vordergrund. Micha wird hier nur von einem Piano begleitet. Treibend, den Fokus auf das Wesentliche legen und zum Nachdenken anregend. Das Lied ist in der normalen Album Version schon toll, aber in dieser Version ist es absolut genial! In Extremo beweisen mit dem Stück, dass sie auch anders können und zeigen eine ganz neue Facette.

„Siehst du das Licht“, „Lebensbeichte“, „Nur ihr allein“, „In diesem Licht“, „Frei zu sein“, „Küss mich“, „Gaukler“ und „Feuertaufe“ haben In Extremo aus der Mottenkiste geholt und in ein neues Gewand gekleidet. Ein schöner Leckerbissen für alte und neue Fans.

 

„Küss mich“:

 

Fazit:

11 brandneue Tracks und 11 fette Bonustracks. In Extremo haben sich bei ihrer neuen Scheibe nicht lumpen lassen und beweisen mal wieder, warum sie zurecht seit über 20 Jahren die Musikwelt bereichern. Neben rockigen Klängen und Ausflüge in den Metal besinnen sich die sieben Ausnahmemusiker auch auf ihre Wurzeln und überzeugen mit großartigem Mittelalter-Folk und zeigen mit der Akustik Version von „Quid Pro Quo“, dass sie auch nur mit Piano und Gesang voll und ganz ihr Publikum begeistern.

Für Fans von (Mittelalter-)Rock, Folk-Metal, Mittelaltermärkten und Bands wie Subway to Sally, In ora mundi und Saltatio Mortis.

Das neue Album von In Extremo sollte in keiner Musiksammlung fehlen und ist sowohl für alte, als auch für neue Fans der Mittelalterrocker ein absolutes Muss!

 

Weitere Infos, Tourdaten, etc. bekommt ihr hier:

https://www.facebook.com/officialinextremo/

http://www.inextremo.de/de/

Wertung:     

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